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Netzersatzanlagen

Netzersatzanlagen (NEA) sind Anlagen, die der Aufrechterhaltung der Energieversorgung bestimmter kritischer Systeme oder Einrichtungen im Falle einer Unterbrechung der Stromversorgung z.B. durch das öffentlichen Stromnetz dienen.

 

In sensiblen oder sicherheitsrelevanten Bereichen, wie beispielsweise Krankenhäusern oder Schulen sind Netzersatzanlagen gesetzlich vorgeschrieben, um den zwingend erforderlichen Betrieb durchgängig gewährleisten zu können. Entsprechende Bestimmungen hierzu finden sich unter anderem in DIN-VDE-Normen, der DIN 6280 oder in den Bauordnungen der Länder. Überall dort, wo eine permanente Absicherung desselben Systems angestrebt ist, kommen fest verbaute und in die Elektrik des Gebäudes integrierte Anlagen zum Einsatz. Alternativ dazu sind mobile Anlagen erhältlich, die vor allem im Katastrophenschutz, der Feuerwehr oder auch im privaten Bereich Verwendung finden.

 

Netzersatzanlagen Bestandteile, Installation, Inbetriebnahme

Für gewöhnlich besteht eine Netzersatzanlage aus einem Diesel-Notstromaggregat mit Notstromautomatik. Sofern eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) gewährleistet werden soll, gehört zur Ausstattung der Anlage zudem eine Batterie, mit Hilfe derer die Zeit überbrückt werden kann, die das Notstromaggregat zum Erreichen der zur Stromerzeugung erforderlichen Drehzahl benötigt.

 

Bei der Planung der Netzersatzanlage sind vor allem Art, Leistung und die Betriebsweise der Verbrauchsgeräte zu berücksichtigen, um sicherzustellen dass die Anlage im Bedarfsfall die benötigte Leistung zur Verfügung stellen kann.

 

Die Inbetriebnahme der Netzersatzanlage im Falle eines Stromausfalls kann automatisch oder manuell erfolgen. Bei Einrichtungen, in denen die Installation einer Netzersatzanlage gesetzlich gefordert ist, schreibt der Gesetzgeber jedoch die im Bedarfsfall automatische Inbetriebnahme und die automatische Verbraucherumschaltung vor.

 

Standort der Anlage und Instandhaltung

Vor allem stationäre, aber auch mobile Netzersatzanlagen sollten in gut zugänglichen, trockenen, und frostfreien Räumlichkeiten aufgestellt sein. Zudem muss für eine ausreichende Lüftung des Aufstellungsraums ebenso Sorge getragen werden wie für einen Schutz vor Brandschäden oder dem Zugriff Unbefugter.

 

Um die Schutzwirkung einer Netzersatzanlage sicherzustellen, muss dauerhaft ein betriebsbereiter Zustand gegeben sein. Die turnusgemäße Wartung durch einen Fachbetrieb gehört daher ebenso zur Instandhaltung wie das regelmäßige Durchführen von Testläufen und das Auffüllen des Betriebsmittelvorrats bei Bedarf.

 

 

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